Wer glaubt schon dem NAVI!
Ich heute jedenfalls nicht! Oder habe ich nur gepennt und bin nicht konsequent den Anweisungen gefolgt? Jedenfalls haben wir heute eine abenteuerliche Irrfahrt hinter uns, und ich kann noch nicht einmal nachvollziehen wo wir überall waren. Es waren jedoch nicht unbedingt Straßen die diese Bezeichnung verdienen, sondern bestenfalls schmale Wege. Und Wohnhäuser oder sonstige Anzeichen von Zivilisation? Fehlanzeige! Bei Begegnungen anderer Fahrzeuge? Das habe ich lieber total verdrängt! Auf Schotterwegen steil bergauf? Hart an der Schlupfgrenze der Antriebsräder! Und warum das Ganze?
Irmgard studierte intensiv die "CBN" und stieß dabei auf einen Artikel, der über eine Marmeladenmanufaktur berichtete, die von einer dreiköpfigen Familie betrieben wird. Das alles klang so interessant, dass wir uns einig waren, die einmal zu besuchen. Warum einmal, warum nicht heute? Das Wetter taugte auch nur zum Herumsitzen im Mobil: Also los! Wir starteten, sozusagen im Affekt. Das NAVI zeigte 82 Kilometer Fahrstrecke an, also machbar. Wir hatten keine konkrete Adresse zur Verfügung, sondern nur den Ort in dem der Betrieb seinen Sitz hat: Confriedes. Gefunden hat es dann mein Handy. Irmgard hatte wohlweislich die entsprechende Zeitung dabei. So konnten wir wenigstens den Namen des Betriebes herausfinden. Eingabe ins Handy........ und fünf Kilometer weiter waren wir am Ziel.
Eine Randbemerkung: In Spanien werden überall Gartenabfälle verbrannt. Über vielen Tälern wabern diese Rauchschwaden und verdunkeln den Himmel.Die ersten 60 Kilometer waren problemlos absolviert, doch dann begann das Drama! Ich war wohl etwas zu schnell unterwegs, verpasste eine Abzweigung, fand nicht sofort eine Wendemöglichkeit. Inzwischen hatte die Blackbox auf dem Armaturenbrett eine neue Route berechnet, also akzeptierte ich die. Doch diese neue Strecke hatte es in sich, das Abenteuer begann!
Die Marmeladenmanufaktur
Das Ziel ist endlich erreicht. Kurz vor der Ladenschlußzeit. Irmgard kann aber noch ausgiebig in den Angeboten stöbern. Eingekauft wird auch, wenn das auch schwierig war. Denn mein Handy hatte keinen Internetkontakt, die ÜbersetzungsApp funktionierte nicht. Eine neue Erfahrung für mich, Doch ich fand eine Lösung. Der Shop hat WiFi und auf der Visitenkarte war das Kennwort vermerkt mit dem ich die WLAN Verbindung herstellen konnte. Super Technik!
Die Rückfahrt verlief glatt und zügig, keine Frage, das NAVI zeigte den richtigen Weg. Eine Bemerkung von mir, die für Euch wohl uninteressant ist, für uns beiden aber ein echtes Problem wurde: Unsere Blasen waren gefüllt, wir können es kaum erwarten am Mobil einzutreffen. Doch total fatal, nur etwa sechs Kilometer vor dem Ziel sperrte eine Polizeistreife die Durchfahrt! Wir mussten umdrehen und einen Umweg fahren. Endlich erreichen wir unser Heim, Erleichterung! Doch jetzt kommt der Hammer: Die Wohnmobiltür verweigert sich, läßt sich nicht öffnen!!! Der Supergau!
Doch es gibt eine Lösung: In der Garage befindet sich ein Schloß zur Notöffnung. So schaffen wir es dann doch noch unsere eigene Toilette mit trockener Unterhose zu erreichen. Welche Erleichterung!
Wir sind erschöpft. Ein sofortiger Zweistundenschlaf bringt uns wieder in den Alltag zurück.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen