Zum Abschluss!
Einige Tage habt Ihr nichts von mir gehört und gelesen. Das waren teilweise sehr stressige Zeiten, und ich war nicht mehr bereit, da auch nur einen einzigen Buchstaben in die Tasten zu hacken!
Doch nun sind wir seit Dienstag Nachmittag wieder zuhause und ich sehe langsam wieder Land.
Mein letzter Post war vom Reisemobilpark Urbachtal. Dort erholten wir uns ein paar Tage und schöpften neue Kraft. Wir hatten am Montag den 11.05. um 08.00 Uhr einen Termin bei WCS in Goch. Dort sollte überprüft werden ob der Kühlschrank eine Macke hat, oder ob er einwandfrei funktioniert.
Um dort nicht gleich von "Götz", dem Chef, einen Anraunzer zu erhalten, wurde das gute Stück von uns herausgeputzt. Dazu gehörte natürlich auch, den Inneraum fein säuberlich zu reinigen. Da wir das Kühlfach seit Monaten nicht mehr aufgetaut hatten, musste das unbedingt erledigt werden. Und da zeigte sich, dass es doch sinnvoll ist den in kürzeren Intervallen dieser Prozedur zu unterziehen. Denn nun war die Rückwand mit der Kühlplatte total vereist!!! Das war dramatisch und erfordete viel Geduld bis alles aufgetaut und kein Eis mehr vorhanden war.
Sonntag starteten wir gemütlich, ohne Hast. Trotzdem brachte ich Trottel es fertig, vom Platz zu rollen ohne die Landstromverbindung einschließlich Kabeltrommel und dem Adapterkabel für den CEE-Stecker am Mobil abzustöpseln. Welch eine Schmach! Aber das liegt halt daran, dass wir äußerst selten am Landstrom angsteckt sind, und ich nicht daran denke, es einfach vergesse. Glück hatte ich dabei aber doch: Außer, dass das Adapterkabel gelitten hatte, blieb alles andere unbeschädigt.
Der größere Stress kam dann später auf der Strecke: Das Ruhrgebiet ist ja bekannt dafür, dass es bei den vielen Autobahnen und der möglichen Routenauswahl viele Möglichkeiten bietet. Aber mit zwei NAVI´s an Bord sollte es wohl kein Problem darstellen. Doch es kam anders: Autobahn Vollsperrung, Abfahren von der Autobahn, aber keine Umleitungshinweise. Die Blackboxen auf dem Armarturenbrett wiesen beide die Strecke an. Wir folgten brav den Anweisungen, und wunderten uns wie glatt das alles ablief. Bis, ja bis uns diverse Abzweigungen und Ortsschilder bekannt vorkamen. Wir waren im Kreis gefahren!!! Ok, also anderes Ziel eingegeben. Erfolg; auch wieder im Kreis gefahren. Und man mag es nicht glauben, oder mich für doof halten, es gelang uns einfach nicht diesem Teufelskreis zu entkommen. Keine Parkmöglichkeit um mal anzuhalten und in Ruhe die Lage zu sondieren. So sind wir gut 80 Kilometer immer im Kreis gefahren ohne unserem Ziel auch nur einen Meter näher gekommen zu sein! Ich war verzweifelt!
Schlußendlich nutzte ich den Kompass des Handy´s um es den Pfadfindern nachzumachen. Immer der Himmelsrichtung nachzufahren. Hier in Richtung Norden. Nach knapp 30 Minuten Fahrzeit fanden dann auch die NAVI´s eine Route die uns zum Ziel nach Goch führte.
Dort angekommen stellten wir das Gespann auf der Straße vor WCS ab; und waren hocherfreut ein China-Restaurant, fast vor unserer Nase, zu entdecken. Nichts wie hinein und dabei den aufgestauten Stress abzubauen.
Nächster Morgen. Ich melde uns an, darf das Mobil mitsamt dem Trailer auf dem Firmengelände abstellen. Wir werden, wie üblich bei WCS zum Frühstücken eingeladen. Das fällt reichlich und köstlich aus.
Inzwischen hat sich der Chef persönlich am Mobil eingefunden und schraubt den Deckel vom Kompressorgehäuse ab. Redet immer wieder vor sich hin:"Die Dinger gehen doch nie kaputt, laufen immer!" Er lässt sich von einem Mitarbeiter einen Adapter bringen und wechselt den am Kompressor aus. Nun fordert er den Mitarbeiter auf alles wieder zusammzuschrauben und verläßt die Wirkungsstätte mit den Worten:"Tschüss, das war´s die Maschine läuft!"
Unser nächstes Ziel ist der Campingplatz Heidesee in Holdorf. Doch schon fühle ich mich von den NAVI´s verarscht, weil die mich auf die Autobahn Richtung Süden führen. Ich muss doch nach Norden, oder wenigstens Nordost fahren, wenn ich nachhause will. Doch jetzt handele ich sofort und verlasse die Autobahn an der nächsten Ausfahrt. Kompass aktiviert und damit die Wunschrichtung eingeschlagen. Und tatsächlich, nach nicht allzulanger Fahrt haben die mein Ansinnen akzeptiert und zeigen jetzt die rchtige Fahrtroute an. Doch das bewahrt uns nicht vor einem fetten Stau vor Bremen. Geduld ist gefordert. Wir erreichen am Nachmittag, nach über 5.500 Kilometern Gesamtstrecke (Spanien hin und zurück) unseren Heimathafen - und sind schockiert! In unserer Straße ist eine Baustelle eingerichtet, komplett von Baufahrzeugen zugeparkt! Ich muss in der Seitenstraße parken und den Trailer abkuppeln. Von dort aus kann ich die Fahrzeuge auf mein Grundstück rangieren.
Doch ein weiterer Schock haut mich aus den Socken, als ich das Haus betrete: Die Wohnung ist kalt, die Heizung auf Störung, der Treppenlift funktioniert auch nicht und im Keller steht das Wasser zwei Zentimeter hoch auf dem Boden!!!
Jetzt, nachdem wir langsam einen Plan hatten um der Situation Herr zu werden, sehen wir Licht am Horizont. Das erste Früstück zuhause haben wir noch im Wohnmobil genossen. Dort war es wärmer, und sämtliche Lebensmittel lagern auch noch im Kühlschrank. Schauen wir mal wie es weiter geht? Wir haben noch viel zu tun. Aber für die Gesundheit das Wichtigste, das haben wir heute schon erledigt: Zum Arzt gefahren und neue Rezepte für die verbrauchten Medikamente ausstellen lassen. Und die auch schon von der Apotheke abgeholt!
Schlaft gut und träumt was Schönes!
Bis irgendwann mal wieder ein neuer Blog ans Netz geht!
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